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Auswirkungen der ständigen Smartphone-Nutzung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Veröffentlicht am 10.07.2017

Die aktuelle Studie der TK, der TK-Gesundheitsreport 2017, kommt zu dem Ergebnis, dass die Krankschreibungen von Jugendlichen aufgrund von psychischen Erkrankungen, zu denen auch stressbedingte Erkrankungen und Burnout zählen, in den letzten zehn Jahren um 108 Prozent gestiegen sind.

Das ist erstmal ein alarmierendes Ergebnis.

Die aktuelle Studie der TK, der TK-Gesundheitsreport 2017, kommt zu dem Ergebnis, dass die Krankschreibungen von Jugendliche aufgrund von psychischen Erkrankungen, zu denen auch stressbedingte Erkrankungen und Burnout zählen, in den letzten zehn Jahren um 108 Prozent gestiegen sind.

Das ist erstmal ein alarmierendes Ergebnis.

Zwar fehlen laut Gesundheitsreport die Jugendlichen im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung ca. vier Fehltage weniger im Jahr, sie sind aber doppelt so häufig krankgeschrieben.

Die Arbeitswelt 4.0 mit ihren komplexen Aufgaben ist für viele Jugendliche schwer zu bewältigen. In den früheren Arbeitswelten gab es genaue Vorgaben, was zu tun ist. In der jetzigen Arbeitswelt müssen Arbeitnehmer zunehmend bei vielen und komplexen Aufgaben selbst Entscheidungen treffen. Die Motivation für diese Tätigkeiten muss im Gegensatz zu früher intrinsisch erfolgen. Das bedeutet, dass z.B. die extrinsische Motivation „Geld“ nicht immer zählt. Jugendliche wollen Spaß haben und sich aufgehoben und angenommen fühlen.

Das momentan vielfältige Angebot an Ausbildungsplätzen verleitet schnell zu einem Wechsel, wenn es nicht passt oder der Ausbilder „doof kommt“. Die zunehmende Zahl an Ausbildungsabbrüchen beschert den Unternehmen hohe Kosten. Die Jugendlichen scheinen sich weniger konzentrieren zu können und springen schnell von einem zum anderen.

Die junge Generation, mit dem Smartphone aufgewachsen, empfindet fast körperliche Schmerzen ohne Handy. Sie waren es gewohnt, es ständig bei sich zu haben. Jetzt, in der Ausbildung, ist in vielen Unternehmen die Benutzung von Handys untersagt. Die Angst etwas zu verpassen hat bereits einen eigenen Begriff: „FOMO“ – Fear of missing out.

Für Jugendliche ist es besonders wichtig, dazu zu gehören. Nicht mitreden zu können, nicht auf dem neusten Stand zu sein ist für viele Jugendliche eine Horrorvorstellung. Nicht ständig in den sozialen Medien präsent zu sein, die ständig aufpoppenden Push-Nachrichten nicht zu lesen, erzeugt Angst und Stress.

Diese ständige Smartphone-Nutzung hat noch eine weitere Auswirkung. Das Gehirn der Jugendlichen ist ständig in Aktion, um die Nachrichten und Information zu verarbeiten. Es gibt keine Ruhephasen mehr, in denen sich das Gehirn erholen kann. Die Jugendliche fabrizieren somit den Stress selbst.

Zusätzlich kommt es zu einem Bewegungsmangel, da die Nutzung des Smartphones in der Regel sitzend, stehend, liegend vollbracht wird. Die Jagd nach den Pokémons war da tatsächlich eine Ausnahme. Plötzlich waren Jugendliche draußen unterwegs, die sonst nicht zu motivieren waren.  Ob man diese Jagd nach den Pokémons nun gut oder schlecht fand, das Phänomen, Jugendliche damit motivieren zu können, bleibt.

Das zeigt aber auch, wie wichtig es für Ausbilder ist, umzudenken. Die Ausbildung, wie sie in den 70ern und 80ern gehandhabt wurde, wird den Jugendlichen heute nicht mehr gerecht. Wir könne zwar lange darüber diskutieren, dass die Jugendliche sich anpassen müssen, wir werden sie aber nicht ändern können.

Das Ziel ist daher, einen Weg mit den Jugendlichen zusammen zu finden. Vielleicht brauchen wir keine Raucherpause mehr, sondern eine Smartphone-Pause. Vielleicht haben die Jugendlichen selbst Ideen. Machen Sie sich gemeinsam mit der jungen Generation auf den Weg.

Wir unterstützen Sie gerne dabei.

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