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Eingewöhnung in Krippe, Kita und bei der Tagesmutter

Veröffentlicht am 28.06.2017

Die Eingewöhnung ist für Kinder und Eltern ein aufregender Prozess. Das erste Mal wird das Kind an eine noch fremde Person abgegeben. Dieser Loslösungsprozess ist für die Eltern mit vielen Befürchtungen verbunden.

Eingewöhnung in Krippe, Kita und bei der Tagesmutter

Im folgenden Text wird für die Erzieher/innen für die bessere Lesbarkeit die weibliche Form gewählt, wohl wissend, dass inzwischen zahlreiche Erzieher vertreten sind.

Die Eingewöhnung ist für Kinder und Eltern ein aufregender Prozess. Das erste Mal wird das Kind an eine noch fremde Person abgegeben. Dieser Loslösungsprozess ist für die Eltern mit vielen Befürchtungen verbunden. Wird die Erzieherin genügend Zeit für das Kind haben? Werden die Bedürfnisse des Kindes erkannt und werden sie erfüllt? Der Mangel an Erzieherinnen und die große Gruppenstärke in den meisten Kitas verstärken diese Befürchtungen noch. Aber auch für das Kind ist es eine große Herausforderung sich an die neuen Personen (Erzieherinnen und Kinder) und die neue Umgebung zu gewöhnen.

Die meisten Kitas in Berlin und Brandenburg gewöhnen die Kinder nach dem Berliner Modell ein. Dieses Modell möchte einen sanften Lösungsprozess und eine sichere Bindung an die Erzieherin gewährleisten. Aber keine Sorge: Für Ihr Kind sind und bleiben Sie als Eltern die wichtigste Bezugsperson.

Bei der Eingewöhnung wird die Bezugserzieherin zunächst ein Gespräch mit dem Elternteil führen, der die Eingewöhnung begleitet. Es sollte während der Eingewöhnung stets derselbe Elternteil sein. In dem Gespräch wird der Ablauf der Eingewöhnung erklärt und alle Dinge, die für das Kind wichtig sind, besprochen. Ernährungsgewohnheiten oder auch Bedürfnisse, die besondere Rücksichtnahme erfordern (z.B. Allergien, Erkrankungen) sind hier wichtige Themen.

In den ersten drei Tagen der Eingewöhnung bleibt der Elternteil als sichere Bezugsperson beim Kind. Gemeinsam verbringen sie ein bis zwei Stunden in der Einrichtung. Die Erzieherin wird schon die ersten Kontakte mit dem Kind aufnehmen und es in Spielangebote einbinden. Alle pflegerischen Maßnahmen werden aber noch von der begleitenden Bezugsperson durchgeführt. Die Erzieherin beobachtet aber die Abläufe, so dass sie später selbst diese Abläufe übernehmen kann.

Am vierten Tag verlässt der Elternteil für kurze Zeit den Raum, bleibt aber in der Kita. Wichtig ist, sich von dem Kind zu verabschieden. Es soll wissen, dass Mama oder Papa jetzt geht und lernen, dass sie bzw. er wiederkommt. Kann die Erzieherin das Kind beruhigen, wird die Zeit verlängert.

Ab dem fünften Tag übernimmt die Erzieherin zunehmend die Versorgung des Kindes. Der Elternteil ist noch dabei, hat aber eher beobachtende Funktion.

Jetzt werden die Trennungsphasen allmählich verlängert. Der Elternteil muss nun nicht mehr in der Kita bleiben, bleibt aber in Rufbereitschaft.

Das Kind soll gerne in die Einrichtung kommen und sich von der Erzieherin trösten lassen. Dann haben Sie und Ihr Kind die Eingewöhnung geschafft.

Ihrem Kind wird die Eingewöhnung in der Regel leichter fallen, wenn es schon Erfahrungen mit Abschied gemacht hat und dass die Eltern immer wieder kommen, oder auch mit unterschiedlichen Personen Kontakt hatte. Vielleicht haben Sie eine Eltern-Kind-Gruppe besucht oder die Großeltern haben das Kind schon mal betreut.

Aber egal welche Erfahrungen Ihr Kind schon gemacht hat, lassen Sie Sich und Ihrem Kind genügend Zeit. Und achten Sie drauf, dass die Eingewöhnung nicht mit anderen aufwühlenden Zeiten zusammenfällt, wie z.B. einem Umzug. Zeigen Sie Ihrem Kind gegenüber Sicherheit und Stärke, damit Ihr Kind auch stark sein kann und die Eingewöhnung als etwas Positives wahrnehmen kann.

So gelingt die Eingewöhnung für Sie und Ihr Kind.

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